#abhöööklää

abhöööcklää

Ja, ich habe mich stechen lassen. Ich will schon lange ein Tattoo, aber nie war die Idee so 100% passend wie dieses. Abhöööklää oder auf deutsch: abhaken. Ganz viele solcher Häkchen habe ich in den vergangenen Tagen gesetzt, gedanklich, auf Papier gekritzelt, in der Luft geschrieben. Es soll mich immer wieder daran erinnern, mich nicht mehr mit Dingen zu beschäftigen, die ich eh nicht ändern kann, die mir nicht gut tun, die ich hinter mir lassen muss. Eben abhöööklää. Sei es der Arbeitgeber, der einem erst noch erzählt, man solle erstmal auf sich schauen und gesund werden, und der dir dann zum Geburtstag die Kündigung schickt. Dabei hätte er eine Woche zuvor Anstand zeigen können und mir die Nachricht direkt übermitteln können. Egal, abhöööklää! Abhaken auch die Frau, die mich geboren hat. Die es immer wieder schhafft, einen oben drauf zu setzen und eins meiner Kinder mit in ihren kranken Narzisstenscheiss reinzieht. Abhöööklää!

Mein diesjähriger Geburtstag war also eine Achterbahnfahrt der Gefühle (es gab auch viele tolle Momente, Überraschungsbesuch der besten Freundin, feines Essen mit dem Mann). Ich ziehe das Positive aus diesem Tag. Ich bin einige Energiefresser los. Ich muss mir nicht mehr unnötig Gedanken machen über Menschen, Situationen, die ich nicht beeinflussen kann, dir mir schlaflose Nächte und Magenschmerzen bereiten, die mich triggern, mich schuldig fühlen lassen oder mich klein halten wollen. Das neue Lebensjahr fing chaotisch an, lässt in mir jedoch ungewohnte Stärke wachsen. Die Sitzungen bei meiner Therapeutin helfen mir dabei ebenso wie all die lieben Menschen, die in den letzten Wochen immer für mich da waren.

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Eine Art Wochenrückblick

Die neue Woche startete wieder ganz unten. Ärger mit der Hausärztin, die es seit September nicht auf die Reihe gebracht hat, der Krankentagegeldkasse die ärztlichen Unterlagen über meine Diagnose und Zustand zu schicken. Für mich heisst das, wieder ein Monat ohne Geld. Immerhin bin ich nun in der Klinik angemeldet, aber auch nur, weil meine Psychologin eingesprungen ist, um die Überweisung zu schreiben. Meine Hausärztin hat das in drei Wochen nicht geschafft, musste aber dann das Schreiben noch unterschreiben. Mich schlauchen solche Sachen, die so unnötig sind. Als hätte ich nicht schon genug mit mir selber zu tun. Kaum meint man, jetzt sei man wieder etwas stabil, kommt so ein bürokratischer Scheiss dazwischengegrätscht.

Die Jungkatzen halten uns mächtig auf Trab. Sie haben unsre Schlafzimmerlampen mit Touch-Bedienung entdeckt, Disco um drei Uhr nachts! Der Drucker wurde auch schon untersucht und leuchtete auf einmal nachts auf, die Knabberspuren am Papier überführten die Verursacher. Meine Vorhänge im Wohnzimmer werde ich ersetzen müssen… Im Kühlschrank hockt es sich gut, wie auch in der Abwaschmaschine. Spielzeug mussten wir keines kaufen, Wollknäulreste und Pingpongbälle sind hoch im Kurs, aber mittlerweile unter irgendeinem Schrank verschwunden. Eine Woche wohnen Elfie und Hopper nun bei uns. Hopper ist der Chiller, liegt meist ausgestreckt da, wo vorher Praline war, ist verspielter und draussen neugieriger und mutiger. Elfie dagegen hat Fressdemenz und flitzt sobald man in Richtung Küche geht hinterher. Immer auf der Suche nach Futter. Fondue ist fein. Dafür war das Caquelon schön saubergeschleckt. Sie bzw. er (wir sind uns mittlerweile sicher es sind zwei Kater) ist dominanter und gibt Hopper oft den Tarif durch. Dafür ist Elfie der grössere Schmuser, zweimal bekam ich schon eine Kopfmassage von ihm. Den beiden zuzusehen, ist mitunter ein super Antidepressiva.

Elfie
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Katzencontent

Seit fast fünf Wochen ist unsre Kätzin Vasco verschwunden. Sie ging abends einfach raus und kam nicht wieder. Sie war 14 Jahre alt, wir hatten sie von Beginn an…. 14 Jahre, die Vasco weitestgehend draussend verbrachte, oft uns mit Mäusen beschenkte und zum Glück nie krank war. Wir hatten Flyer aufgehängt, STMZ informiert, Polizei, Tierärzte angerufen, die Nachbarschaft befragt, das halbe Dorf mehrmals abgelaufen…keine Spur von ihr. Wir vermuten, sie hat sich irgendwo zum Sterben verkrochen, wahrscheinlich auch ganz in der Nähe… für mich stand erst fest, es käme keine neue Katze ins Haus. Naja, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Seit gestern wohnen die Geschwister Elfi & Hopper (4 Monate jung) bei uns. Wahrscheinlich wird es hier demnächst mehr Katzencontent geben 😉

 

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